Alle profitieren von Usability

Auch wenn es so aussieht, als ob Maßnahmen für einzelne oder kleine Gruppen nötig sind: tatsächlich profitieren viel größere Mengen von Menschen von jeder Anpassung.

Ein kleiner Schritt für mich – Ein großer Schritt für die Menschheit.

Beispielsweise sind nicht nur Rollstuhlfahrer glücklich über Stufenfreiheit. Alte Menschen und vorübergehend durch Verletzungen behinderte Menschen freuen sich ebenso, nicht über Schwellen oder Treppen gehen zu müssen. Die Behinderung von Eltern mit Kinderwagen und Lieferanten mit Wagen durch Stufen wird oft übersehen. Ebenso sind Reinigungskräfte erleichtert, wenn sie unterbrechungsfreie Flächen bearbeiten können.

Wer profitiert von einem großen kontrastreichen Orientierungssystem?

Kein Besucher will nach Wegen suchen – Besucher wollen geleitet werden. Das betrifft alle Menschen. Je klarer und eindeutiger, desto weniger muss man rätseln und Zeit aufwenden. Optisch ansprechende visuelle Leitsysteme führen zu entlasteten Besuchen. Das optische und das taktile Leitsystem müssen dabei nicht deckungsgleich sein. Hier kann man kreativ und ästhetisch arbeiten!

Welche Menschen spricht leichte Sprache an?

Hier ist direkte und unzweideutige Kommunikation für alle die bessere Wahl. Sagen Sie es in kurzen Sätzen, prägnant und in einfachen Worten. Das schafft durch schnelle Verständlichkeit viele Freunde und Freude. Es danken Ihnen Touristen und Migranten, Alte und Kinder, Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geringerer Bildung und natürlich am meisten die, die es eilig haben!

Wer freut sich über akustische Information und Orientierung?

Viele Menschen sehen schlecht. Einige sogar, sehen nichts. Akustische Information am Ort des Bedarfs vermeidet Missverständnisse und Zuordnung. Der Aufzug sagt beim Halt in der 2. Etage: „2. Etage, Sie haben Zugang zu den Zimmern 201 bis 229 nach rechts und zu 230 bis 250 nach links.“

Wem nützt Untertitelung?

Haben Sie Erklärfilme zu zeigen? Nicht nur in lauten Umgebungen, wo Sie nicht mithören können oder in leisen Umgebungen, wo die Nachbarn nicht mithören sollten – auch für Menschen mit schlechtem oder fehlendem Gehör sind Untertitel wichtig.

Wofür kann Pyramidenschrift und Punktschrift besser sein als flache Schwarzschrift?

Sehr viele Menschen über 50 werden es Danken, wenn die verwendeten Schriften größer und kontrastreich sind. Wenn die Augen allerdings stark nachlassen hilft nur noch Größe und dann auch das Nachfühlen von Buchstaben. Wenn die Sehkraft schon von Geburt an ode rin früheren Lebensjahren gering ist, ist das Lesen von Braille-Punktschrift eine bequeme Sache.

Diese Seite teilen