Die 7 Prinzipien des Universal Design

Die 7 Prinzipien des Universal Design wurden 1997 von einer Arbeitsgruppe von Architekten, Produktdesignern, Ingenieuren und Umweltdesignern unter der Leitung des verstorbenen Ronald Mace an der North Carolina State University entwickelt. Laut dem Center for Universal Design in der NCSU können die Prinzipien „angewendet werden, um bestehende Designs zu bewerten, den Designprozess zu steuern und sowohl Designer als auch Verbraucher über die Eigenschaften von besser nutzbaren Produkten und Umgebungen aufzuklären“.

Prinzip 1: Angemessene Nutzung

Das Design ist nützlich und markttauglich für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

Richtlinien:

  • 1a. Bieten Sie allen Benutzern die gleichen Nutzungsmöglichkeiten: wenn möglich identisch, wenn nicht gleichwertig.
    1b. Vermeiden Sie die Segregation oder Stigmatisierung von Benutzern.
    1c. Bestimmungen zum Schutz der Privatsphäre, der Sicherheit und des Schutzes sollten allen Nutzern gleichermaßen zur Verfügung stehen.
    1d. Machen Sie das Design ansprechend für alle Benutzer.

Prinzip 2: Flexibilität im Einsatz

Das Design berücksichtigt eine Vielzahl von individuellen Vorlieben und Fähigkeiten.

Richtlinien:
2a. Bieten Sie eine Auswahl an Anwendungsmethoden.
2b. Für Rechts- und Linkshänder geeignet.
2c. Erleichtert die Genauigkeit und Präzision des Benutzers.
2d. Anpassungsfähigkeit an das Tempo des Benutzers.

Prinzip 3: Einfache und intuitive Bedienung

Die Verwendung des Designs ist einfach zu verstehen, unabhängig von der Erfahrung, den Kenntnissen, den Sprachkenntnissen und dem aktuellen Konzentrationsgrad des Benutzers.

Richtlinien:
3a. Vermeiden Sie unnötige Komplexität.
3b. Seien Sie konsistent mit den Erwartungen und der Intuition der Benutzer.
3c. Bietet ein breites Spektrum an Lese- und Schreibfähigkeiten.
3d. Ordnen Sie Informationen entsprechend ihrer Bedeutung an.
3e. Bieten Sie während und nach der Aufgabenerledigung effektive Eingabeaufforderungen und Rückmeldungen.

Prinzip 4: Wahrnehmbare Informationen

Das Design vermittelt dem Benutzer die notwendigen Informationen, unabhängig von den Umgebungsbedingungen oder den sensorischen Fähigkeiten des Benutzers.

Richtlinien:
4a. Verwenden Sie verschiedene Modi (bildlich, verbal, taktil) für die redundante Darstellung der wesentlichen Informationen.
4b. Stellen Sie einen ausreichenden Kontrast zwischen den wesentlichen Informationen und der Umgebung her.
4c. Maximale „Lesbarkeit“ der wesentlichen Informationen.
4d. Unterscheiden Sie die Elemente auf eine beschreibbare Art und Weise (d.h. machen Sie es sich leicht, Anweisungen oder Anweisungen zu geben).
4e. Bieten Sie Kompatibilität mit einer Vielzahl von Techniken oder Geräten, die von Menschen mit sensorischen Einschränkungen verwendet werden.

Prinzip 5: Toleranz für Fehler

Die Konstruktion minimiert Gefahren und die nachteiligen Folgen unbeabsichtigter oder nicht bestimmungsgemäßer Handlungen.

Richtlinien:
5a. Elemente so anordnen, dass Gefahren und Fehler minimiert werden: die meisten verwendeten Elemente, am leichtesten zugänglich; gefährliche Elemente sind eliminiert, isoliert oder abgeschirmt.
5b. Warnung vor Gefahren und Fehlern.
5c. Bieten Sie ausfallsichere Funktionen.
5d. Verhindern Sie unbewusstes Handeln bei Aufgaben, die Wachsamkeit erfordern.

Prinzip 6: Geringer körperlicher Aufwand

Das Design kann effizient, komfortabel und ermüdungsfrei eingesetzt werden.

Richtlinien:
6a. Erlauben Sie dem Benutzer, eine normale Körperhaltung beizubehalten.
6b. Verwenden Sie angemessene Betätigungskräfte.
6c. Minimieren Sie sich wiederholende Handlungen.
6d. Minimieren Sie anhaltende körperliche Anstrengung.

Prinzip 7: Größe und Freiraum für Zugang und Nutzung

Angemessene Abmessungen und Raum für Zugang, Erreichen, Handhabung und Nutzung, unabhängig von Körpergröße, Körperhaltung oder Mobilität des Benutzers.

Richtlinien:
7a. Sorgen Sie für eine klare Übersicht über wichtige Elemente für jeden sitzenden oder stehenden Benutzer.
7b. Machen Sie alle Komponenten für jeden sitzenden oder stehenden Benutzer bequem zugänglich.
7c. Anpassung an unterschiedliche Hand- und Griffgrößen.
7d. Stellen Sie ausreichend Platz für den Einsatz von Hilfsmitteln oder persönlicher Hilfe zur Verfügung.

Download Original: 7-Principals-.pdf

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