Dimensionen und allgemeiner Nutzen der Barrierefreiheit

Die grundsätzliche Intention der barrierefreien Gestaltung

Barrierefreiheit ist gegeben, wenn Gebäude, bauliche Anlagen und Einrichtungen sowie Medien für alle Menschen (auch mit Behinderungen) in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.

Auswirkungen von Barrierefreiheit

Es ergeben sich mittelbar und unmittelbar Folgen aus barrierefreien Zugängen

  • Die ergonomische Dimension der Barrierefreiheit zeigt sich darin, dass sie an die Fähigkeiten aller Nutzer angepasst ist. Auch für Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten sind Medien, Produkte, Gebäude und andere bauliche Anlagen und Einrichtungen zugänglich und nutzbar.
  • Die psychologische Dimension der Barrierefreiheit zeigt sich darin, dass diese die persönliche Lebenssituation der Nutzer berücksichtigt und verbessert. Damit können Unternehmen die Fähigkeiten und Kompetenzen aller Personen nutzen. Barrierefreie Objekte vermeiden Ausgrenzung und Stigmatisierung und erschließen alle persönlichen Potenziale.
  • Die soziale Dimension der Barrierefreiheit zeigt sich darin, dass sie allen Menschen gleichwertige Teilhabe an der Arbeit ermöglicht. Das bedeutet zum Beispiel auch, dass die Gebäude und andere bauliche Anlagen und Einrichtungen für „leistungsgewandelte“ Beschäftigte nutzbar sind.
  • Die wirtschaftliche Dimension der Barrierefreiheit zeigt sich darin, dass
    • der Personenkreis qualifizierter Beschäftigter potenziell erweitert wird,
    • die Anzahl der Kunden durch Einbeziehung von Nutzern mit eingeschränkten Fähigkeiten erweitert wird,
    • mehr Fachkräfte in unterschiedlichen Lebenssituationen (Alter, körperliche Einschränkung) länger im Unternehmen arbeiten können.
    • betriebliche Prozesse durch reibungslosere und ergonomischere Nutzung verbessert werden,
    • betriebliche Abläufe unabhängig von möglichen Einschränkungen einzelner Beschäftigter flexibel organisiert werden können,
    • Unfälle und Störungen in betrieblichen Abläufen minimiert oder ganz vermieden werden.

Dies gilt

  • für alle Menschen,
  • in jedem Alter,
  • ohne und mit Behinderungen
  • und mit der Vielfalt aller Fähigkeiten.
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